Macintosh Performa 630 DOS Compatible (Update 2)

10. Januar 2012

Am letzten Sonntag habe ich einen „Macintosh Performa 630 – DOS Compatible“ geschenkt bekommen. Der Vorbesitzer hat sich über dieses Blog bei mir gemeldet – wer es ihm nachtun will: Gerne, immer ran mit den alten „Kisten“.

Der Neuzugang ist ein Mac aus dem Jahre 1994 (nahezu baugleiche Geräte waren der LC 630 und der Quadra 630) mit einer Motorola 68040 CPU (33 MHz, LC-Ausführung ohne FPU) und einem zusätzlichen Intel 486DX2 (66 MHz) auf PDS-Steckkkarte (inkl. MS-DOS/Windows 3.11). Man kann während des Betriebs per Hotkey-Kombination (Command-Return) zwischen PC und Mac umschalten – der Bildschirm wird dann weich umgeblendet. Die DOS-Kompatibilitätskarte hat eigenen RAM-Speicher (bis 32 MB) und einen 15-poligen Gameport. Sound- und Bildausgabe, Festplatte, Tastatur sowie Maus teilen sich Mac und der PC. Recht cool – und ich bin am überlegen, ob ich die ganze Platinen-Schublade in ihrem Gehäuse lasse oder ob ich den Kram in meinen All-In-One Performa 5320 (ursprünglich ein PPC mit 120 MHz) reinschiebe – da hätte ich dann den Monitor gleich integriert.

Beim Rechner waren alle PC-spezifischen Disketten dabei: 2 Disketten DOS Compatibility Installer (1 x Mac, 1 x PC), 2 Disketten Display Drivers, 4 Disketten NCR VGA-Treiber (C-3228 & C-3232), Sound Blaster 16 Treiber, 3 Disketten MS-DOS 6.22, 6 Disketten Windows 3.11.

Update 1: Der Mac-Teil des Rechner läuft auf jeden Fall. Es ist System 7.1.2P in deutsch installiert und es sind 16 MB RAM und eine 500MB Platte verbaut. Zusätzlich steckt eine Fax-Modem-Karte im Com-Slot und es befindet sich Leonardo-ISDN-Software auf dem Rechner.

Update 2: Ich habe das Gehäuse komplett gereinigt (Putzstein, Zahnbürste, Schwamm, nach dem Trocknen Cockpit-Spray) und es sieht schon wieder recht passabel aus. Ein wenig Gilb an der Frontseite zeugt von längerer Sonneneinstrahlung von Vorne, stört nach der Reinigung aber kaum. Auf dem Rechner ist die PC Software leider nicht installiert. Nach Aufspielen der Kompatibilitätssoftware für Mac von Diskette kann ich zwar per Tastenkombination zum PC umschalten – aber ich kann DOS nicht installieren, weil keine PC-Partition auf der internen Platte gefunden wird. Ich muss also entweder erst die Platte partitionieren (mit den damaligen Möglichkeiten geht das nicht ohne Datenverlust, man muss also erst einmal System, Programme und Dokumente extern sichern) – oder  eine externe SCSI-Platte anschließen und diese verwenden. Da das eine größere Aktion wird, werde ich das erst einmal zurückstellen.

Der Performa 630 vor der Reinigung

Space Lords (Centaurus)

4. Januar 2012

Die Entwicklung bleibt nicht stehen. Da wir Space Lords demnächst auf 16K-Cartridge veröffentlichen wollen, sind wir fleißig dabei, das Spiel weiter aufzuwerten. Erst einmal hat ALeX den Code stark aufgeräumt und er wird jetzt auch (wie der Rest des Spiels schon vorher) per Exomizer gepackt, sodass wir überhaupt Platz für Verbesserungen haben. Die Mehrheit der Veränderungen führe ich nachfolgend als Aufzählung fort (und werde sie im Laufe der Zeit, wenn nötig, ergänzen):

Optimierter, gepackter Code

Ladebildschirm mit Fortschrittsbalken

Optimierte Hintergrundgrafiken

Animierte Multicolor-Plasmabälle

Neue Grafiken für Geister-Schutzschilde (für ausgeschiedenen Spieler)

Links-Rechts-Umkehr für Paddles bei oben liegender Burgposition (per Feuer-Button)

Anzeige-Unterscheidung des einzelnen Paddles jedes Paars/Ports (X/Y).

Schnellerer Spielablauf (Bälle starten schneller und werden seltener langsam)

Neue Namens-Eingabeboxen (alphabetisch für Paddles und Tastatur (wegen eindimensionaler Bewegung), hervorgehobener OK-Button)

Musik-Abspielmöglichkeit im Intro-Screen und bei der Siegerehrung

Wechselnde Anzeige von Intro-Screen und Highscores

Wir werden auch eine Titelmusik integrieren, die wir hoffentlich von DMC (bekannt aus dem Forum64) bekommen werden. Ich hoffe, man erkennt, dass wir viele Anregungen aus Probespielen und Compo-Bewertungen umgesetzt haben (und auch weiterhin werden), damit ein tolles Spiel-Modul bei dem Projekt herauskommt.

Update 1: Wir werten jetzt auch aus, an welcher Stelle der Schild-Vorderseite ein Plasmaball auftrifft und lassen ihn in unterschiedlichen Winkeln abspringen. Dadurch bekommt man eine bessere Kontrolle über den Weg des abprallenden Plasmaballs, um ihn in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Space Lords (Andromeda)

4. Januar 2012

Die RGCD-Compo ist beendet und unser Space Lords hat es immerhin auf den 4. Platz geschafft. Alle teilgenommenen Games kann man von der CSDB.dk herunterladen und sich angucken bzw. spielen. Die Juroren waren so freundlich, zu jedem Titel ein paar Bemerkungen zu schreiben – die zu unserem Spiel möchte ich hier zitieren:

„Warlords was fun on the 2600 – and it’s more fun here, as it’s prettier by far. Initially unimpressive as it’s just a reworking of such an old concept – but paddle support, 4-players and good AI and mulitiplayer and multiball shenanigans make this a really fun diversion.“ (Andy Jenkinson)

„C64 port of a classic. Cute graphics, nice gameplay. Could use >16KB maybe but its quite enjoyable. Could be faster maybe, would make a perfect party-game then. Very detailed considering its simple idea and 16KB limit.“ (Enthusi)

„A Warlords clone/conversion for the C64 has been well overdue, and Space Lords was a huge surprise when released. It is brilliant, with many features from the original and some good AI built in too. Actually, some credit is well due for the AI that has been included, as it means that many can play the game compared to the original Warlords if you don’t have any friends. Presentation is simple, but does the job – with name entry for each player. Graphically functional, the game features some cartoony creatures to defend. Sound wise, it is a little bit quiet – with no music, and minor effects in the game. Overall a welcome surprise at the end of the competition, which means yet another Atari classic has made the transition :) “ (Frank Gasking)

„Submitted just minutes before the deadline, Space Lords is a great conversion of Atari’s Warlords that (like the original coin-op) supports up to four players. Graphically it’s gorgeous and as a party game it totally rocks, but sadly the compo version lacks music. A great effort and debut game release nonetheless!“ (Heavy Stylus)

„Another fun game here! A simple idea – defend the walls of your googly alien’s base in a corner of a screen using a breakout bat – and try to deflect the ball/comets into the walls of your enemy. Nice graphics, functional sfx, great playablility, smooth movement (and it gets nice and hectic once more balls come into play). Like this!“ (Kenz)

„The C64 hasn’t had many Warlords style games, so I was pleased to see one here. Bonus points for supporting the four player adapter. However not being able to catch the fireballs is a major flaw, along with the wide-reaching arc of the bats themselves, making it hard to attack other players.“ (Mayhem)

„Excellent puzzle game where the player is tasked to defend their little monster by moving the paddle across the defensive wall deflecting oncoming balls. With several balls flying around, things can get pretty hectic and soon requires super fast reflexes. Some great visuals and multiplayer option round things off nicely.“ (Nreive)

„Space Lords is a surprisingly tricky bat and ball/base defence game with colourful alien antagonists reminiscent of the metropolitan clientele of the Amiga’s Shufflepuck Café. Multiball bonuses toughen the game up, and it’s quite easy to knacker your own base if you aren’t too careful.“ (Ruari O’Toole)

„Visually beefed up Warlords on the C64 and it even manages a good single player game.“ (T.M.R)

Mehr Kommentare (zu den anderen Games) kann man bei RGCD.co.uk nachlesen.

Der C64 wird 30 – Herzlichen Glückwunsch!

3. Januar 2012

Im Januar 1982 wurde der Commodore 64 (Wikipedia-Eintrag) auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas dem Publikum vorgestellt. Lieferbar (in den USA) war er erst später im Jahr und nach Europa kam er 1983. Er gilt immer noch als der meist verkaufte Homecomputer, obwohl niemand die genauen Produktionszahlen zu kennen scheint – Schätzungen liegen zwischen 12 und 30 Millionen (bei einigen Schätzungen werden evtl. die kompatiblen Geschwister des C64, der SX64 und der C128 mitgezählt). Spätere IT-Unterhaltungsgeräte erreichten zwar teilweise höhere Verkaufszahlen (NES: 60 Mill., PS1: 100 Mill., PSP: 100 Mill., Gameboy: 120 Mill., PS2: 150 Mill., NDS: 150 Mill., iPhone 175 Mill.), allerdings gelten sie nicht als Home- oder Personal-Computer, was dem C64 seinen ersten Platz auf dem Siegertreppchen rettet ;-) .

Eine Vorstellung der Fähigkeiten des Geräts kann man in dem obigen klassischen YouTube-Video sehen – im Gegensatz zu der zeitlichen Angabe (1982) muss der TV-Beitrag aber aus einem späteren Jahr stammen, da in einer Werbe-Einblendung schon von 7 Mill. verkauften Einheiten gesprochen und später sogar ein SX64 und das Spiel Ghostbusters gezeigt wird – ich tippe mal grob auf 1984. So sahen damals die Werbespots für den C64 aus (Geiz war auch damals schon geil):

Wer noch einen C64 oder einen anderen ähnlich alten Computer auf dem Dachboden herumliegen hat, soll ihn entweder mir schenken oder ihn mal wieder auspacken, anschließen und Spaß haben. Fragen zur Installation und Betrieb der alten Hard- und Software werden gerne im Forum64 beantwortet. Zum Schluss als Anreißer, um wieder auf den Geschmack zu kommen, einige C64-Spielerklassiker im Schnelldurchlauf:

Space Lords – ein Party Spiel für den C64 (WIP)

19. November 2011

Die letzten, verhüllenden Schleier fallen, tatata: Unser Spiel für die RGCD C64 cartridge development competition heißt Space Lords und basiert vom Spielprinzip her auf dem Spielhallen-Klassiker Warlords aus dem Jahr 1980, welcher den meisten Classic-Gamern durch die erfolgreiche Atari 2600 Umsetzung bekannt ist. Warlords ist im Prinzip eine Art Breakout für 4 Spieler und so ist es auch bei unserer, in den Weltraum verlegten, Adaption.

Space Lords ist gedacht als spaßiges Party-Spiel für bis zu 4 Teilnehmer. Um möglichst Vielen die Gelegenheit zum Mitspielen zu geben, wird eine große Anzahl unterschiedlicher Eingabegeräte unterstützt. Die wichtigsten: „Paddles“ von Atari, wie auch von Commodore. Da hier immer 2 Controller an einem Controll-Port des C64 Platz finden, können auf diese Weise 4 Personen gleichzeitig spielen. Sind allerdings keine (oder zu wenige) Paddle-Controller vorhanden, kann man auch Joysticks (Beschleunigung durch Feuer-Button), Commodore 1351 Mäuse und sogar Amiga Mäuse verwenden. Zur Komplettierung der Möglichkeiten kann zudem ein Spieler die Tastatur zum Steuern nutzen und es wird auch der gängigste 4-Spieler-Adapter (mit 2 zusätzlichen Control-Ports) unterstützt. An diesen können weitere 2 Joysticks oder Amiga Mäuse angeschlossen werden. Nicht von echten Spielern gesteuerte Alien-Lords werden vom Computer übernommen.

Die vier Alien-Lords kämpfen um die Krone ihrer Galaxie. Jeder Lord hat eine Raumstation am Rande des Spiralnebels und versucht, die Feuerbälle, die zwischen den Gegener hin- und her geschleudert werden, mit einem beweglichen Schutzschild abzuwehren. Man verteidigt sich solange, bis die Raumstationen immer weiter zerstört und die dort befindlichen Lords getroffen werden. Wer zuletzt übrig bleibt, bekommt die goldene Krone der Galaxie verliehen. Achtung, die Feuerbälle werden schneller und nach gewissen Abständen kommen auch weitere hinzu!

Space Lords befindet sich noch in der Entwicklung – wir haben aber die Hoffnung, das Spiel bis zum Abgabe-Termin Ende November fertig zu haben. Bitte drückt uns die Daumen, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse bei Komplettierung und Fehlersuche gibt und dass wir bei der Competition gut abschneiden.

Warlords Arcade mit gemaltem Hintergrundbild und Farb-Overlay

Warlords für das Atari 2600

WIP: Ein C64 Spiel namens Space…

8. November 2011

Nachdem ALeX und ich jetzt schon recht lange an unserem ersten größeren C64 Spiel herum gebastelt haben, möchten wir nun noch etwas mehr zeigen, um langsam den Vorhang des Schweigens und Versteckens zu öffnen. Der Release-Termin rückt immer näher und zusätzlich zu der oben gezeigten Grafik (mit dezentem Hinweis auf mögliche Eingabegeräte) können wir schon mal sagen, dass der Name des Spiels mit „Space“ anfängt.

Prince of Persia (C64) Koala-Bilder

18. Oktober 2011

Aus lauter Übermut habe ich zwei C64 Multicolor Bilder zum Thema „Prince of Persia“ erstellt. Ich habe dafür 2 PoP-Abbildungen aus der Google-Bildersuche verwendet, optimiert und sie mithilfe unseres Grafik-Konverters in Koala-kompatible Bilder (als PRG startbar) umgewandelt. Das verwendete Multicolor-Format zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Auflösung von 160 (doppelt breiten) x 200 Pixeln besitzt und je „4 x 8 Pixel Kachel“ 3 Farben frei (plus eine für das ganze Bild) aus den 16 festen Farben des C64 ausgewählt werden können. Download der C64-Dateien.

Prince of Persia für C64

17. Oktober 2011

Seit gestern gibt es eine Portierung des bekannten Brøderbund Spiels „Prince of Persia“ für den C64 und C128. Das Original kennen viele vom Apple II (1989) oder auch vom Amiga oder PC. Nun hat Mr. SID den Kult-Klassiker auf den C64 gebracht. Aufgrund des Umfangs existiert die Datei als CRT-Image (neu: Version 1.1-Download) für die Modulerweiterung „EasyFlash“ und belegt dort die Hälfte (0,5 MB) des eingebauten Flash-Speichers. Statt auf echter Hardware kann man das Spiel auch in einer aktuellen Version des C64-Emulators VICE spielen, da dieser in der Lage ist, das EasyFlash zu emulieren.

DoReCo #29

14. Oktober 2011

Ich fahre morgen früh zum 29. Dortmunder Retro-Computertreffen. Ich freue mich schon, alte Bekannte wieder zu treffen und evtl. sogar neue Classic-Computing-Begeisterte kennen zu lernen. Ich werde wahrscheinlich meinen blauen Casemodding-C64, mein neu erworbenes Atari 400 (inkl. Mini-TV) und den PowerMac G4/500 mitnehmen. Eigentlich wollte ich auch mein Vectrex einpacken – aber das bestellte Multi-Modul aus England ist nicht mehr pünktlich gekommen und mein Do-It-Yourself-Overlay ist auch nicht fertig geworden. Dafür kommt der ALeX mit ins Auto und der hat u.a. seinen modifizierten Amiga 1200 dabei.

Grüne Tastatur im C64

10. Oktober 2011

Ich habe ja schon länger meinen blauen Casemod C64 in Betrieb (ist nach wie vor mein Haupt-64er). Da ich mal wieder Zugriff auf einen „Lackierer“ hatte, habe ich mir eine weitere Tastatur einfärben lassen. Wie gehabt, Tastenkappen abheben, reinigen (erst Spülmittel, dann Alkohol), dann auf mein „Nagelbrett“ stecken und ab zum Lackieren. Danach alles wieder zusammenstecken.

Wahrscheinlich werde ich die Tastatur später in einem anthrazitfarbenen Gehäuse verwenden, habe sie aber mal testweise in meinen blauen Rechner gepackt. Ganz schön grelle Kombination – nicht erschrecken. Bei der Gelegenheit habe ich noch etwas ausprobiert, was ich schon länger mal testen wollte: Die Tastatur tiefer legen. Hinten sind es ca. 2 mm, vorne sogar 4! – es sieht einfach harmonischer aus, als die weit herausstehenden Tasten. Die Tieferlegung erfolgte mit drei Kartonstreifen, die ich zwischen Tastatur und Aufhängung gelegt habe.


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