Videos für Atari Falcon konvertieren

Auf dem Amiga-Hardwaretreffen bei Geit vor zwei Wochen hatten ALeX und ich ein wenig mit Videos herumexperimentiert. Beetle hatte seinen Atari Falcon mit 68060-Karte im TT-Gehäuse mitgebracht und von seinen Videokonvertierungen für diese Maschine berichtet. Er konvertiert die Filme mit VirtualDub auf einem PC und hat diverse Codecs ausprobiert. Als er „Cinepak“ erwähnte, meinte ich, dass es sich um eines der Standard-QuickTime Formate aus der Frühzeit handelt. Daher wollte ich ausprobieren, ob der alte Mac, den ich dabeihatte, mit etwas erweiterten Standard-Mitteln (dem QuickTime Player) geeignete Videos erzeugen kann, denn spezielle Videokonverter hatte ich nicht installiert. ALeX hat zusätzlich noch ein wenig mit „Kanonen auf Spatzen geschossen“😉 , indem er für einige Konvertierungs-Tests Final Cut Pro eingesetzt hat.

QuickTime 7 kann man um einige Codecs und Containerformate erweitern, um mehr Videos öffnen zu können: Perian erweitert QuickTime um einige Container, wie AVI, DivX, FLV, VFW und auch einige Codecs, die MPEG2-Komponenten von Apple öffnen entsprechend kodierte Videos und Flip4Mac stellt WMV, WMA und MS-MPEG4 zur Verfügung. Zudem sollte QuickTime auf „Pro“ erweitert werden, um Videos auch exportieren zu können.

Zum Exportieren von Cinepak-Videos braucht man bis auf QuickTime Pro allerdings nichts. Die anderen Erweiterungen sind aber evtl. sinnvoll, wenn das Originalvideo in einem Format vorliegt, das QT7 sonst nicht öffnen kann. Als Containerformat hatte Beetle AVI vorgeschlagen, da es vom Atari-Videoplayer problemlos geöffnet werden kann. Der Ton sollte unkomprimiert mit 32,780 kHz exportiert werden, weil der Falcon dann am wenigsten Arbeit beim Abspielen hat.

Ich habe also einen Film im MPEG4-Format geöffnet, mit den beiden Markern in der Zeitleiste 2 Minuten ausgewählt und geschnitten. Dann habe ich das Filmfenster auf eine Größe von 320 Pixeln Breite geschoben (das Infofenster [Command-i] zeigt den Wert an) und den Film im AVI-Format mit Cinepak-Codec (25 FPS) exportiert (Einstellungen hinter dem Optionen-Button). Ein kleines Detail fiel mir später auf: Etwa jede Sekunde wurde für einen Frame das Bild schlechter, es entstand ein dezenter Pump-Effekt. Obwohl das natürlich mit den i-Frames zu tun hat, kann ich mir das Problem nicht wirklich erklären. Ich konnte es aber stark abmildern, indem ich die Basisbilder nur noch alle 50 Frames erzeugt habe. Der Effekt wurde nicht nur seltener, sondern auch erheblich unauffälliger.

Die aus dem QuickTime-Player exportierten Videos konnten wir per CF-Karte auf den Falcon transportieren und sie wurden dort problemlos abgespielt.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: