Archive for the ‘16/32 Bit Rechner’ Category

ATI Radeon 9800 „reparieren“

4. Juli 2011

Ich hatte ja schon im Geittreffen-Artikel beschrieben, dass die in meinem PowerMac G4 verbaute ATI Radeon 9800 Pro fehlerhafte Darstellung produziert. Man sieht direkt nach dem Start des Rechners vertikale Streifen mit Pixelmüll und auch am Mauspfeil hängen Fehlerpixel. Oft werden nach dem Warmwerden der Grafikkarte die Fehler geringer oder verschwinden ganz. Dieses Verhalten lässt auf unsaubere Lötstellen oder Haarrisse auf der Platine schließen und schließt ausgelaufene Elkos weitgehend aus.

Ich habe mir nun die Grafikkarte im Ganzen mal angesehen und habe überrascht festgestellt, dass die Platine relativ stark gebogen ist. Ob das durch das Einspannen in die passive Atlantis-Kühlung passiert ist oder andere Gründe eine Rolle spielen, kann ich nicht genau sagen – aber wenn ich die Platine während des Betriebs etwas zurückbiege, verschwinden die Fehler fast immer. Also habe ich mir überlegt, wie ich die Platine gerade bekomme und habe dafür das passive Kühlsystem missbraucht: Ich habe mir 2 kleine Holzklötzchen (Holz leitet weder, noch schmilzt es) mit einer Säge auf passende Länge geschnitten und sie so zwischen Kühlrippen und Platine geklemmt, dass sie gegen die Platine drücken und diese geradeziehen (Die Kühlrippen bestehen aus so festem Material, dass sie sich nicht verbiegen können). Bis jetzt läuft die Grafikkarte mit diesem Trick erstaunlich stabil.

[edit:] Langfristig gesehen hat der Trick doch nicht funktioniert. Die Karte macht wieder Probleme und ein Neulöten der Stromzufuhr hat auch nicht geholfen. Ich habe jetzt sogar schon eine zweite baugleiche Karte, die die Probleme direkt nach dem Umflashen zeigte. Ich tippe zunehmend auf auslaufende Elkos, die die Funktion beeinträchtigen und kann mir vorstellen, dass der Austausch derselben die Karten wieder reaktiviert.

(übrigens habe ich mir jetzt noch eine baugleiche Karte für einen kürzlich ersteigerten G4/800 zugelegt und diese erfolgreich für den Mac geflasht. Dadurch konnte ich meinen Artikel über das Flashen von PC-Grafikkarten vervollständigen. Wer sich also dafür interessiert, kann sich den Artikel noch einmal zu Gemüte führen).

Geit Convention #2 – 2011

22. Juni 2011

Ich war am Samstag, dem 11.6.2011 auf dem Amiga-Hardware-Treffen im „Geit-Convention-Center“ in der Nähe von Rheine. Das Treffen lief von Freitag bis Montag und einige Besucher, wie z.B. ALeX,  haben dort auch mehrfach übernachtet. Ich kam mit Goja am Samstag Mittag an und blieb bis ca. 22 Uhr Abends, um dann mit Adrian zurückzufahren. Es war unübersehbar, dass sich immer mehr Amiga-Anhänger klassische (und auch moderne) Apple-Hardware anschaffen, um meistens darauf (aber nicht nur) MorphOS laufen zu lassen.

Mein mitgebrachter PowerMac G4 (lief mit Mac OS X 10.4.11) machte Probleme: Die Grafikkarte (ATI Radeon 9800 Pro) produzierte oft starke Störstreifen, wodurch man nur mühsam den Bildschirminhalt lesen konnte. Ich schiebe das Problem entweder auf defekte Elkos oder aber feine Haarrisse auf der GPU-Platine. Die zweite Vermutung wird dadurch bestätigt, dass bei Erwärmung der Karte die Grafikfehler weniger werden oder sogar ganz verschwinden. Die Erwärmung der Karte konnte ich einmal mit einem Haartrockner (danke, Geit) beschleunigen. 😉

Ich habe mich vorzüglich mit einigen anderen Besuchern unterhalten, vorzugsweise über C64-Grafik, angeregt durch meine Bastelei an einigen C64-Screens, die ALeX für unser neues Spiel benötigt.

Link zur Geit-Homepage mit weiteren Fotos und Infos.

Sega Dreamcast reparieren

8. Juni 2011

Meine Sega Dreamcast Spielkonsole fing an herumzuspinnen und mitten in Ladevorgängen Resets auszuführen. In einem Videotutorial von Scorp.ius (Retro Snippets 81) wird sehr schön erklärt, wie man das Problem behebt und ich habe nach der Anleitung den Fehler meiner Konsole behoben. Im Prinzip muss man mit etwas Lötzinn die Steckkontakte zum Netzteil etwas verdicken, damit es keinen Wackelkontakt mehr gibt. Danke für den einfach nachvollziehbaren Reparaturtipp.

NVRAM Reparatur bei einer SUN SparcStation IPX

11. März 2011

Ich habe schon länger eine SparcStation IPX (40 MHz, 64 MB RAM) herumstehen und wollte sie nun endlich zum Laufen bringen. Da sie nicht startet, habe ich sie mit zum letzten DoReCo-Treffen geschleppt und netterweise hat mir mrshadowtux geholfen, die Kiste startklar zu machen. Da die Zeit auf dem Treffen zu knapp wurde, um alles unter Dach und Fach zu bekommen, hat mrshadowtux die Festplatte aus meiner Sun mitgenommen, um darauf Betriebssystem und einige Tools zu installieren.

Was noch fehlt, um die Sun zum Laufen zu bringen, ist ein funktionsfähiges NVRAM. Das ist ein elektronischer Baustein, der einige Grundeinstellungen der Sun enthält und dessen Daten beim Starten zwingend benötigt werden. Dieser Speicherbaustein wird von einer fest verbundenen Huckepack-Batterie mit Strom versorgt. Nach einigen Jahren ist die Batterie leer und damit der Inhalt des NVRAM verschwunden.

Reparatur: Es muss als erstes der NVRAM Chip von der Platine entfernt werden. Danach nach Anleitung an einer Stelle die Verbindung zwischen Batterie-Rucksack und Chip auffeilen und dann an dem freigelegten Kontakt (plus) und an einem weiteren Bein (minus) Kabel anlöten. Diese werden dann mit einer externen 3V-Knopfzelle verbunden und alles wieder auf die Platine gesteckt. Nachdem das NVRAM wieder mit Strom versorgt ist, muss man es neu programmieren. Wenn alles erledigt ist, kann man die Einstellungen sichern, sodass man sich die Programmierung beim nächsten Ausfall der Batterie sparen kann.

VICE 2.3 für Mac OS X

11. März 2011

VICE ist eine Emulation der beliebten Commodore Computer C64, C64DTV, C128, VIC20, PET, PLUS4 und CBM-II (C610). Man kann mit so einem Emulator die alte 8-Bit-Software auf aktuellen Computern laufen lassen.

VICE 2.3 ist seit letzter Woche zum Download freigegeben. Natürlich gibt es auch die aktuelle Version für ganz viele Plattformen, u. a. für den Mac. Auf der Mac-Downloadseite gibt es alleine als komfortable Cocoa-Lösung vier Download-Möglichkeiten:

  1. Universal Binary for Mac OS X >= 10.5: vice-macosx-cocoa-i386+ppc-10.5-gcc40-2.3.dmg
    Preferred version.
  2. Universal Binary for Mac OS X >= 10.4: vice-macosx-cocoa-i386+ppc-10.4-gcc40-2.3.dmg
    This version runs on 10.4 but has limited features in the resource inspector than the 10.5 one.
  3. Intel Binary for Mac OS X >= 10.6: vice-macosx-cocoa-i386+x86_64-10.6-clang-2.3.dmg
    This version runs on 10.6 on Intel only, but has 32 and 64 Bit version (clang compiler)
  4. Intel Binary for Mac OS X >= 10.6: vice-macosx-cocoa-i386+x86_64-10.6-gcc42-2.3.dmg
    This version runs on 10.6 on Intel only, but has 32 and 64 Bit version (gcc compiler)

Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und 3 der 4 Mac OS X Versionen performance-mäßig verglichen (Die Version für OSX 10.4 habe ich weggelassen). Alle Benchmarks mit Video-Einstellungen: Double-Size, CRT Emulation und Sound-Einstellungen: 6581 ReSID mit Filtern. System: MacBook Pro, 2.4 GHz C2D, Mac OS X 10.6.5

10.5/gcc4.0: X64-100%: 3,6% Last –– X64-Warp: 3.050% C64 –– X64SC-100%: 23% Last –– X64SC-Warp: 425% C64

10.6/Clang: X64-100%: 3,2% Last –– X64-Warp: 3.100% C64 –– X64SC-100%: 21% Last –– X64SC-Warp: 390% C64

10.6/gcc4.2: X64-100%: 3,4% Last –– X64-Warp: 3.100% C64 –– X64SC-100%: 18% Last –– X64SC-Warp: 536% C64

(Legende: Dateiname –– Last in Prozent bei normaler C64-Emulation in Originalgeschwindigkeit –– erreichte Beschleunigung im Warp-Modus der normalen C64-Emulation –– Last in Prozent bei aufwändiger C64SC-Emulation in Originalgeschwindigkeit –– erreichte Beschleunigung im Warp-Modus der aufwändigen C64SC-Emulation)
(Achtung, neue Werte, ohne im Hintergrund laufende Programme)

Ergebnis: Bei der normalen C64 Emulation ist es fast egal, welche Version man nimmt, bei der SC-Variante hat sich das 10.6-GCC4.2-Kompilat am performantesten erwiesen. Daher meine Empfehlung, wenn man einen aktuellen Intel-Mac hat: „vice-macosx-cocoa-i386+x86_64-10.6-gcc42-2.3.dmg“ nehmen.

(falls sich einige Mac-User über die ermittelten Werte wundern: Ich habe sie auf PC-Angaben umgerechnet. Zur Erklärung: Mac OS X gibt die Prozessorauslastung in Bezug auf einen Kern an. Ein SingleCore kann also 100% Last erreichen, ein Dualcore 200%, ein Quadcore 400% (fragt mich nicht, warum). Windows gibt die Gesamtauslastung an. Egal wie viele Cores, es sind max. 100% möglich, weswegen ein Programm, das nur einen Core unterstützt, auf einem Quadcore max. 25% Last produziert und auf einem Dualcore eben 50%. Da ich einen Dualcore-Rechner habe, musste ich also die Mac-Lastangaben halbieren, um auf übliche PC-Angaben zu kommen)

Mozilla und Firefox für ältere Macs

13. Februar 2011

Nicht mehr vom Hersteller unterstützte Betriebssystem-Versionen betagter Rechner (Mac, PC oder auch Amiga) haben heutzutage oftmals das Problem, dass es keine aktuellen Webbrowser mehr dafür gibt. Man könnte diese Computer von der Performance her durchaus noch zum Surfen im Web gebrauchen, allerdings wird die Möglich stark dadurch eingeschränkt, dass ältere Webbrowser mit heutigen Standards, wie CSS3, JavaScript, HTML5, Flash oder Java nicht hundertprozentig kompatibel sind. Daher bin ich immer froh, wenn ich Links zu Projekten finde, die einigermaßen aktuelle Browser auf älteren Systemen zum Laufen bringen

Ältere PPC-Macs unterhalb der G3-Klasse kann man nicht sinnvoll mit Mac OS X betreiben. Auf meinem Mac Performa 5400 läuft z.B. das Classic OS in Version 8.6. Ich bin jetzt auf ein Projekt gestoßen, dass einem bei Nutzung des klassischen OS zum Surfen weiterhelfen könnte: Classilla, Mozilla für das Classic OS. Es gibt auch ein Schwesterprojekt: TenFourFox, dass den aktuellen Firefox 4 auf das Tiger-System bringt (normal ist für OSX 10.4 bei Firefox 3.6.x Schluss). TenFourFox ist vor allem für alle G3- und G4-Macs interessant, weil für diese Rechner die Mac OS X Version 10.4 das Optimum darstellt (10.5 lässt sich auf G4 Rechner auch installieren, allerdings hat man Performance-Einbußen hinzunehmen). Firefox 3.6 ist zwar noch sehr aktuell – aber die Entwicklung des Internets bleibt ja nicht stehen. Gut, dass man durch solche Projekte mit der zukünftigen Entwicklung mithalten kann.

Mac Classic II mit Simasi Effekt

16. Januar 2011

Ich habe schon recht lange einen Mac Classic II (16 MHz Motorola 68030 CPU, integrierter s/w-Bildschirm, 1991 – 1993). Vor ein paar Monaten fiel mir auf, dass er nicht mehr funktioniert. Er hatte das Simasi-Syndrom: beim Einschalten ertönt kein Startsound und das System bootet nicht, dafür erscheinen vertikale Streifen auf dem eingebauten Bildschirm. Wie so oft (z. B. auch bei meinem GameGear) sind die Elkos schuld. In dem oben verlinkten Dokument wird das Problem näher beschrieben und als Reparaturmöglichkeit ein Waschgang in der Geschirrspülmaschine vorgeschlagen. Den Waschmaschinen-Tipp kann man auf englisch hier finden. Auch beim Macintosh SE/30 kann dieses Problem auftauchen, Hilfe findet man hier.

Goja hat nun meinen kleinen Würfel-Mac repariert (nochmals vielen Dank an dieser Stelle), indem er alle Elkos ausgelötet und durch neue ersetzt hat. Die Bauteile-Liste sieht wie folgt aus:

10µF, 16V, 4mm, 12 Stück
1µF, 50V, 4mm, 2 Stück
47µF, 16V, 6mm, 3 Stück

Das Service-Manual für den Classic II und andere Macs kann man sich auf dieser französischen Seite herunterladen.

Nun läuft der kleine Mac Classic II (der letzte All-In-One-Mac mit s/w-Schirm) wieder und steht für weiter Optimierungen zur Verfügung. Wahrscheinlich werde ich mal das System aktualisieren (von System 7.1 auf 7.5.1) und versuchen, an dem Gerät meinen SCSI-auf-Ethernet-Adapter von Asanté auszuprobieren, um mal ein kleines, klassisches Mac-Netzwerk aufzubauen.

PC Grafikkarte für PPC Mac flashen (Update)

21. Dezember 2010

Ich beschreibe hier, wie man die Firmware (das ROM) einer ATI Radeon Karte aus einem PC umflasht, sodass sie in einem PPC Mac läuft. Man kann die Erfahrungen wahrscheinlich auch auf andere ATI- und sogar auf NVidia-Karten anwenden. Die nötige Software und Beschreibung, wie man die Karte in einem Windows-PC für den Mac flasht, findet man hier (auf englisch). Ich zeige an dieser Stelle, wie man die Karte im Mac flasht, für den Fall, dass man keinen PC mit AGP-Slot zur Verfügung hat.

Vorbereitung
Man benötigt 2 Macs (der Fernsteuer-Rechner kann natürlich auch ein PC sein, wenn man dafür einen VNC-Client hat), die per Netzwerk miteinander verbunden sind, oder eine 2. Grafikkarte im Rechner, da man, solange das ROM nicht geflasht wurde, mit der PC-Karte nichts sieht. Ich beschreibe hier die Lösung mit 2 Macs, da ich keine 2. Grafikkarte in einem der PCI-Slots des Macs stecken habe. Der Flashrechner (so nenne ich den Mac, in dem die PC-Karte steckt) sollte mit Mac OS X 10.3 (Panther) oder früher (inkl. Mac OS 9) booten, da mit 10.4 (Tiger) die ATI Tools zum Flashen nicht mehr starten (außer im Save-Boot und da kann ich nicht mit dem 2. Rechner zugreifen).

Gegebenenfalls das Panther System (10.3) auf einer externen Firewire-Platte installieren, falls man intern schon Tiger (10.4) installiert hat. Nicht auf einer USB-Platte installieren, da PPC-Macs noch nicht über USB booten können! Mac OS 9 kann man sogar parallel auf der gleichen Partition betreiben, wie Tiger.

Welche Karten laufen in welchem Mac?
http://themacelite.wikidot.com/compatibility

Software herunterladen und auspacken
Man benötigt den Graphiccelerator (1.3.4) (enthält die ATI Tools). Zusätzlich benötigt man eine VNC-Software, mit der man einen Rechner mit einem anderen fernsteuern kann. Da der beliebte TeamViewer erst ab OSX Tiger läuft, sollte man beispielsweise auf „Vine“ (für den Server) (oder OS9VNC 3.5 bei Mac OS 9) und „Chicken of the VNC“ (für den Client-Rechner) zurückgreifen.

Firmware/Rom besorgen und auspacken
http://themacelite.wikidot.com/wikidownloads2

Fernsteuerung aktivieren
Jetzt muss man Vine-Server (oder OS9VNC bei Mac OS 9) auf dem Flashrechner und „Chicken“ auf dem 2. Mac installieren, konfigurieren und die Verbindung testen. Wenn alles funktioniert, in „Systemeinstellungen/Benutzer/Startobjekte“ des Flashrechners „Vine Server“ als Startobjekt definieren. Bei Mac OS 9 ein Alias des Programms in den Startobjekte-Ordner des Systemordners legen. Jetzt noch evtl. die Benutzerabfrage beim Start deaktivieren und den Rechner ausschalten.

Die PC Karte in den AGP-Slot einstecken und mit Strom und Monitor verbinden. Rechner einschalten. Dieser fährt jetzt ohne Bildschirmkontrolle hoch und startet den VNC-Server. Auf dem 2. Rechner „Chicken“ starten und mit dem Flashrechner per Netzwerk verbinden. Jetzt sollte man den Screen des Flashrechners auf dem anderen Mac sehen und diesen steuern können.

Flashen
„Run Me first“ aus den ATI Tools starten und Admin-Passwort eingeben (bei OS9 nicht nötig). Dann Graphiccelerator starten. [Open ATI Flasher] anklicken und „ATI Multi Flasher“ im Dateidialog auswählen, dann das richtige Rom auswählen, Core- und Memory-Frequency gegebenenfalls korrigieren, [Save] klicken und das Programm beenden. (Unter OS 9 funktioniert Graphiccelerator nicht, daher müsste man diesen Schritt vorab unter Mac OS X durchführen – die Einstellungen werden gemerkt)

Jetzt den „ATI Multi Flasher“ starten. An dieser Stelle würde ich gerne fortfahren aber aus irgend einem Grund funktionierte der Flasher beim Nachvollziehen der Schritte auf meinem Rechner nicht mehr. Beim ersten Versuch hat es aber geklappt. Sobald es wieder funktioniert, werde ich ein Update posten! Dieser fragt noch einmal nach, ob man wirklich die Firmware überschreiben möchte und meckert auch, falls die neue und die existierende identisch sind. Bestätigt man den Dialog, läuft der Flash-Vorgang in wenigen Sekunden durch und man kann den Flashrechner per Menübefehl neustarten. Danach sollte auf dem direkt angeschlossenen Bildschirm der Bootvorgang sichtbar werden. Fertig!

Nachtrag: Es scheint so zu sein, dass der ATI Multi Flasher einfach ohne Fehlermeldung abstürzt, wenn er die Grafikkarte nicht korrekt identifizieren kann – z.B. weil sie defekt ist. Da die von mir für diesen Artikel zuerst verwendete Karte einige Defekte auf der Platine aufwies, konnte das ROM nicht überschrieben werden und der ATI-Flasher beendete sich sang- und klanglos. Mit meiner neuen Karte lief alles (wie bei meiner ersten 9800er) reibungslos.

Einrichten
Nach dem Neustart sollte man ein Bild auf dem angeschlossenen Monitor haben. Nun kann man Auflösung, Farbtiefe und Farbprofil in den Systemeinstellungen modifizieren. Um die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte zu sehen, sind 3D-Spiele oder auch Demos sinnvoll. Glücklicherweise hat ATI einige OpenGL-Demos für den Mac zur Verfügung gestellt. Man findet sie unter der Adresse:

http://developer.amd.com/documentation/videos/pages/APPLE-MAC-SmartShader20DemosandScreenSavers.aspx

Macintosh Performa 5400 schwarz (Update)

16. November 2010

Ich habe bei eBay einen Macintosh Performa 5400 (180 MHz PPC 603e, Baujahr 1996) in schwarz ersteigert und abgeholt. Er bootet nicht mehr. Demnächst werde ich mich mal daransetzen, ihn wieder zum Laufen zu bringen.

Ich habe testweise die PRAM-Batterie aus meinem PowerMac 4400 eingebaut und siehe da: Er bootet sauber mit Mac OS 8.6 hoch. Die Bildgeometrie ist nicht ganz sauber – aber ich finde keine Einstellregler dafür. Ansonsten gefällt mir die Kiste recht gut und evtl. baue ich noch eine Ethernet-Karte ein, um mal mit dem Rechner ins Internet zu gehen.

Amiga A1060 Sidecar

8. November 2010

Das Amiga Sidecar (engl. für Beiwagen, Baujahr 1986) ist ein eigenständiger PC auf Basis des Intel 8088, der an der rechten Seite des Amiga 1000 angeschlossen wird. Der IO-Bereich des Intel-Prozessors wird mittels shared Memory in den Adressraum des Amiga-Hostsystems eingeblendet. Zwischen Amiga und Sidecar ist ein Datenaustausch möglich. Durch das Sidecar ist es möglich, an nur einem Monitor, einer Tastatur, einer Maus und einem Drucker an zwei verschiedenen Rechnern gleichzeitig zu arbeiten. So werden MS-DOS-Anwendungen in einem Fenster des Amiga-Betriebssystems ausgeführt und können die Peripherie des Amiga mitbenutzen. Mit dem Sidecar besteht auch die Möglichkeit, den Amiga 1000 durch Einbau einer Filecard mit einer Festplatte zu versehen, die für beide Teile des Gespanns nutzbar sind.

Ich habe das Sidecar von ALeX geschenkt bekommen. Er hatte es sich gekauft, als es aktuell von Commodore vertrieben wurde und später zu einem Festplattengehäuse für seinen Amiga 1000 umfunktioniert. Später hat er die Sidecar-Innereien zurück ins Gehäuse gelegt und das Gerät im Keller eingelagert. Ich habe nun mit einigen Schrauben die Hardware im Inneren fixiert und das Sidecar an meinen Amiga angeschlossen. Demnächst möchte einen Funktionstest durchführen, dafür fehlt mir aber noch die Treibersoftware, bzw. die beim Sidecar mitgelieferten Workbench- und MS-DOS-Disketten.